Medien in Hong Kong

Der Artikel 27 der Verfassung der Sonderverwaltungszone Hongkong garantiert formale Pressefreiheit, jedoch werden die Medien seit 1997 durch die Anbindung an China durch eine Reihe von maßgebenden Verordnungen dazu genötigt, die Berichterstattung der Politik des formell roten Staates anzupassen.

So kommt es, dass die Berichterstattung in den Medien von Hongkong gerade über die Thematik des Konfliktes zwischen China und Taiwan politisch gefärbt ist. Andere Nachteile aus dem formal gewährten Presserecht sind die Schließung von Medien, wie dem Tagesblatt Mad Dog Daily und den zu diesem Pressehaus angehörigen Rundfunkanstalten.

Andererseits sind die Medien in Hongkong dadurch definiert, dass sie bis auf wenige Ausnahmen privat betrieben werden, wodurch sich der Inhalt dieser Erzeugnisse der Massenkompatibilität ausrichten muss, um profitabel zu sein. Dies ruft neben der formal geltenden Pressefreiheit ein großes Unbehagen in der Bevölkerung von Hongkong hervor, denn diese sind mit der Berichterstattung der einzelnen Medien nicht zufrieden und bezeichnen diesen qualitativen Rückstand als Schotter der Kultur.

Man muss jedoch anerkennen, dass die Regierung der Sonderverwaltungszone größtmögliche Anstrengung in die Förderung der Medien investiert, weshalb das relativ kleinflächige Hongkong beispielsweise über 50 verschiedene, täglich erscheinende Medien im Bereich des Print verfügt. Diese Medien der Technologie des Print erscheinen in Hongkong sowohl auf Englisch, wie auch Kantonesisch, und sind allesamt privatwirtschaftend.

Die Dichte der Radiosender ist relativ hoch, wobei sich unter diesen Medien ein öffentlich- rechtlicher Sender befindet. Dieses Radio ist dennoch nicht an die Regierung von Hongkong gebunden, sondern ihm wird sogar teilweise vorgehalten, er sei das politisch kritischste der Medien, welche innerländlich produziert werden. Wie bei den Medien des Print lassen sich sowohl kantonesisches, wie auch englische Sequenzen im Radio empfangen. Das TV in Hongkong ist, ähnlich wie die Printerzeugnisse, nahezu vollständig in privater Hand, weshalb auch hier den Medien eine Ausrichtung auf die Rentabilität vorgeworfen wird. Dennoch lässt sich in Hongkong auch TV Sender empfangen, die aus dem asiatischen Ausland kommen. Viele TV Medien sind zudem nahezu komplett zweisprachig, nämlich Englisch und Kantonesisch.