Die britische Kolonie in Hong Kong

Eine erhebliche Veränderung in der Geschichte von Hongkong stellte die Ernennung der heutigen Sonderverwaltungszone zur britischen Kolonie da, denn dadurch wurden die Weichen zum asiatischen ökonomischen Zentrum gestellt.

Im Jahre 1699 landete die britische Ostindienkompanie erstmals in China. Zu diesem Zeitpunkt war der Protektionismus des chinesischen Kaiserreichs teilweise durch eine Freihandelszone in der Stadt Kanton aufgehoben.Hier etablierte sich die britische Ostindienkompanie als erste Handelsgesellschaft. Ein weiterer britischer Handelsstützpunkt wurde 1711 in Guangzhou, was geografisch unweit von Hongkong liegt, eingerichtet.

Im Nachhinein betrachtet wurde am dortigen Ort der Ausgang der Geschichte für die britische Kolonie Hongkong gelegt. Dies ist darin begründet, dass an den Freihandelsstützpunkten ursprünglich die Chinesen die begehrten Gütern Seide und Tee mit den britischen Waren Blei, Wolle und Zinn eintauschten.Die Briten begann jedoch aus der Knappheit ihrer Importe heraus, Opium aus Indien in China einzuführen, woraufhin ein Großteil der chinesischen Bevölkerung von dieser Droge abhängig wurde.Daraus resultierte, dass das chinesische Kaiserreich die Einfuhr von Opium verhindern wollte, woraufhin der erste Opiumkrieg folgte, der schlussendlich 1841 über die Abtretungen, die China den Briten in dem Vertrag von Nanking zusagen musste, zu der britischen Kolonie Hongkong führte. Aus dieser Konstellation der Geschichte wurde Hongkong im Jahre 1843 zur britischen Kronkolonie.

Im Jahre 1860 erfolgte die Abtretung der Insel Kowloon und am 9.6.1898 musste China auch die aus diesem Grunde so genannten New Territories und 235 weitere Inseln überlassen, die Großbritannien in einem auferlegten Pachtvertrag für die folgenden 99 Jahre beanspruchte. Die zuletzt erwähnten Gebiete wurden zur britischen Kolonie, da sich Hongkong sonst hätte nicht militärisch absichern und mit Nahrungsmitteln und Wasser versorgen können.
Dadurch, dass Großbritannien in der Kolonie eine Handelsliberalisierung durchführte, wurde Hongkong zu einer der bedeutendsten Freihandelszonen in Asien. Hongkong bot als britische Kolonie sowohl Royalisten, wie auch Kommunisten, aus China Asyl, sodass die Bevölkerungszahl von 1851 bis 1931 um ein Drittel anstieg.95% der Einwohner sind so aus der Geschichte von Hongkong heraus aus dem chinesischen Sprachraum. Jedoch konnte Hongkong nie aus den Schatten des flächenmäßig größeren Shanghai hervortreten.